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Die Organisation Erdöl exportierender Länder

Libyen ist Mitglied der OPEC seit 1962.

OPEC Logo
Logo der OPEC

Die Gründung erfolgte innerhalb von vier Tagen, am 14. September 1960 abgeschlossen, in Bagdad (Irak) durch die 5 Erdöl-Förderstaaten: Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela. Auf Initiative des irakischen Ministerpräsidenten General Abd al-Karim Kasim (1914-1963).
Die 12 OPEC–Mitgliedstaaten verfügen über drei Viertel der globalen Erdölreserven und fördern etwa 40% der weltweiten Erdölproduktion.

Zentrale:

Obere Donaustrasse 93
A-1020 Vienna
Wien (Österreich)

Derzeitiger Präsident der OPEC:
Purnomo Yusgiantoro (vorher: Abdullah bin Hamad Al Attiyah)

Generalsekretär:
Alvaro Calderón Silva, Venezuela
(Vorgänger: Sulaiman al-Harbash, Saudi-Arabien)

Ziele: 

  • Koordinierung der Erdölpolitiken in den Förderstaaten
  • Stabilisierung der Weltmarktpreise u.a. durch Regulierung der Fördermengen
  • "faire Erträge" für Investoren in der Erdölindustrie
Mitgliedsstaaten der OPEC

*Effektive Quote in Barrel (Stand 1. Juni 2003)

Algeria
Algerien
811.000
Indonesien
Indonesien
1,317,000
Iran
Iran
3,729,000
Kuwait
Kuwait
2,038,000
Libyen
Libyen
1,360,000
Nigeria
Nigeria
2,092,000
Qatar
Katar
658,000
Saudi Arabien
Saudi-Arabien
8,256,000
UAE
Vereinigte Arabische Emirate
2,217,000
Irak
Irak
-
Venezuela
Venezuela
2,923,000
OPEC insgesamt
25,400,000

Ehemalige Mitgliedsstaaten:

  • Ecuador (1973-1992)
  • Gabun (1973-1994)

Staaten, die für eine Aufnahme in die OPEC kandidierten:

  • Brunei (1984)

Organe der OPEC:

  • OPEC-Konferenz (halbjährlich) der Erdöl- und Finanzminister der Mitgliedsstaaten. Die Minister einigen sich auf eine Festlegung der Preise und Förderquoten.
  • Gipfeltreffen der OPEC-Staaten, zuletzt 1975 und 2000.
  • Gouverneursrat (halbjährlich).
  • Generalsekretariat.

Der Anteil der OPEC-Länder an der Welt-Erdölförderung der 1973 noch 54 % betragen hatte, sank in den 80er Jahren stark ab (1985: 29,7 %) stieg aber 2000 wieder auf 41,6 %. Auf die OPEC-Länder fallen 79 % der sicheren Welt-Erdölreserven, und wegen wegen ihres relativ geringen Energieverbrauchs (7,7 % des Weltverbrauchs) stammten auch 2000 wieder mehr als 66 % des international gehandelten Rohöls dorther.

Am 27./28. September 2000 hatte die OPEC in Caracas (Venezuela) ihr erstes Gipfeltreffen seit 1975 abgehalten. Anlass war der 40. Jahrestag der Gründung der Organisation. In einer "Erklärung von Caracas" rief die OPEC die Industriestaaten zur Senkung der Benzin- und Dieselsteuern auf, die den größten Teil des Endpreises der Kraftstoffe ausmachten. Geringere Treibstoffsteuern würden die Weltwirtschaft fördern.

Der Rohölhandel wird von den Bewegungen an den drei größten internationalen Rohölbörsen bestimmt. Es sind dies die New York Mercantile Exchange, die International Petroleum Exchange in London und die Singapore International Monetary Exchange. Das OPEC-Statut strebt Vorteile für die Produzenten- wie auch für die Verbraucherländer an. Um den Ölmarkt stabil zu halten, wünscht das Kartell festgesetzte Produktionskontingente. Deshalb kann die OPEC die Ölfördermenge bei einer steigenden Nachfrage erhöhen, um einen jähen Preisanstieg zu verhindern, der das Wirtschaftswachstum und die Prosperität hemmen könnte. Sie ist aber auch in der Lage, die Fördermenge zu reduzieren, falls ein Überangebot am Markt die Preise fallen lässt. Stabilität wurde im letzten Jahr relevant, als die Ölpreise Höchststände erreichten. 

 

Der OPEC-Basket umfasst sieben Rohölsorten: 

  • Arab Light (Saudi-Arabien), 
  • Sahara Blend (Algerien), 
  • Minas (Indonesien), 
  • Fateh (Dubai),
  • Tia Juana Light (Venezuela), 
  • Bonny Light (Nigeria) und 
  • Isthmus (Mexiko). 

Die zwei gängigsten Rohöl-Richtqualitäten zur Preisfestsetzung sind West Texas Intermediate (WTI) für die USA und Brent Crude. Dieses Rohöl wird als Bewertungsmassstab für die ganze Welt betrachtet. Sowohl WTI wie auch Brent verzeichnen klar tiefere Verkaufsvolumen als die Ölsorten des OPEC-Baskets. Bei Rohölverkäufen an die USA wird normalerweise der WTI-Preis als Referenz genommen. Brent und WTI galten lange Zeit als Richtqualitäten, aber in Anbetracht der Zusammensetzung des OPEC-Baskets ist dieser ein viel besserer Bewertungsmassstab für die effektiven Ölpreise. In der Praxis sind die Preisunterschiede zwischen WTI, Brent und dem OPEC-Basket allerdings nicht groß.

Auswirkungen und Förderquoten der OPEC-Mitgliedsländer 2002:

Dreht die OPEC an den Öl-Hähnen, hat das immer auch Auswirkungen auf die Preise an den Tankstellen. Denn das Kartell steht für rund ein Drittel der weltweiten Ölförderung, sein Verhalten wird an den internationalen Öl-Märkten mit Argusaugen verfolgt. Pro Tag pumpen die zehn am Quotensystem teilnehmenden OPEC-Staaten derzeit fast 22 Mio. Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) in die Weltwirtschaft. Dies ist der tiefste Stand seit zehn Jahren. Im einen drohenden Preisverfall zu verhindern, hatte die OPEC-Mitgieder seit Anfang 2001 ihre Förderung um fünf Millionen Barrel pro Tag gedrosselt. 

Weitere Institutionen der OPEC:

OPEC-Fonds für internationale Entwicklung, Sitz in Wien, Österreich, Generaldirektor seit Januar 2004: Al-Herbish

OPECNA - OPEC News Agency, seit 1980 Sitz in Wien.

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