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Importbestimmungen für Libyen

Informationen über den Import und Vertrieb von Waren in Libyen.

Alle Importe müssen grundsätzlich von der Import-/Export-Lizenzstelle der jeweiligen Region (Shaabiyat) genehmigt werden, in der das Unternehmen registriert ist. Die Generelle Importlizenzpflicht ist 3 bis 6 Monate gültig und bedarf der Genehmigung der libyschen Zentralbank zur Akkreditiveröffnung.

Nach Angaben der österreichischen Wirtschaftskammer hat das Allgemeine Volkskomitee (d.h. Ministerium) für Wirtschaft und Handel ab 1. Januar 2003 ein neues Vertretergesetz per Verordnung erlassen. Sämtliche Exporte nach Libyen müssen dann über registrierte Vertreter abgewickelt werden. Die Vergabe von Firmenvertretungen hat gemäß Gesetz 178 von 1369 (2001) zu erfolgen. Der Vertreter muss aber in jedem Fall eine libysche Firma oder ein libyscher Staatsangehöriger sein.

Importe dürfen nach Libyen nur durchgeführt werden durch

  • Staatsfirmen, öffentliche Körperschaften und Behörden

  • Kooperative

  • Zusammenschlüsse von Privatpersonen libyscher Nationalität zu Genossenschaften (= Tasharukiat)

  • Privatfirmen

Ausländische Firmen, die Projekte in Libyen durchführen, erhalten die Importlizenzen für Waren, die bei der Durchführung des Projektes benötigt werden und auf lokaler Ebene nicht erhältlich sind.

Absolute Einfuhrverbote für

  • alkoholische Getränke

  • Schweinefleisch

  • aus Schweinefleisch hergestellte Waren

  • Waren aus Israel 

Besondere Importvorschriften

  • Fleisch- und Fleischwaren benötigen Nachweis der Schlachtung nach dem islamischen Ritual, Halal-Zertifikat

  • Importierte Nahrungsmittel werden probenmäßig vom staatlichen Gesundheitsministerium im Labor untersucht

  • Für den menschlichen Genuß ungeeignete Nahrungsmittel müssen sofort vor Ort von Amts wegen vernichtet werden

  • Für Pflanzen und Erzeugnisse aus Pflanzen ist ein phytosanitäres Zeugnis erforderlich

  • Für Pharmazeutika wird ein Registrierungszertifikat und ein Analysezertifikat des Herstellers benötigt

  • Einfuhr von Mehl nur aus Weizen und aus einem Mitgliedsland des internationalen Weizenabkommens

Dekret (Gesetz) 242 (1999) des Allgemeinen Volkskongresses Import und Vertrieb verschiedener Waren

  • Grundversorgungsgüter (nach Liste 1) wie z.B. Weizen, Speiseöle, Zucker, Kinderbekleidung, medizinische Verbrauchsgüter und Schulbedarf, die ausschließlich von staatlichen Unternehmen importiert werden, müssen weiterhin auf der Grundlage des offiziellen Wechselkurses (1 US$ = 0,45 LD) eingeführt werden. 
  • Gleiches gilt für Waren nach Liste 3: Rohstoffe, die in den Produktionsprozess einfließen und Montageteile für die inländische Fertigung z. B. von Fahrzeugen, Geräten oder Anlagen müssen zum offiziellen Wechselkurs eingeführt werden und dürfen nicht weiterverkauft werden. 
  • Fertigwaren nach Liste 2, dazu gehören z. B. Lebensmittel, Kosmetikartikel, Waschmittel, Bürogeräte, Fotoausrüstungen, Werkzeugmaschinen, neue und gebrauchte Pkw mit mehr als 1600 cm Hubraum und Baumaterialien, dürfen von lizenzierten Großhandelsunternehmen zu Preisen auf der Basis des Parallelmarkt-Wechselkurses importiert werden. 

  • Gleiches gilt für Maschinen, Ausrüstungen und Fertigungsmittel nach (Produktionsbereiche-) Liste 4, die von Betrieben der weiterverarbeitenden Industrie auf der Grundlage des Parallelmarktkurses importiert werden dürfen: Hierzu gehören Waren, die zur Herstellung u.a. von Schuhen, Parfums, Erfrischungsgetränken, Kunststoffen, Papier, Metall, Farben, Küchenmaschinen, Computern und Ersatzteilen von Lastkraftwagen und Traktoren gehören.