Dieses Projekt steht inkl. Domain zum Verkauf. Interesse? E-Mail an info[at]libyen.com

Energieversorgung und Stromerzeugung in Libyen

Informationen zum libyschen Versorgungsnetz und der Stromproduktion.

Stromspannung in Libyen 

In den Städten meist 150 und 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. 

Die meisten Wohnungen haben Anschlüsse für beide Stromspannungen. Gelegentlich kann es zu Stromausfällen kommen. Wegen uneinheitlicher Steckerformen sollten Libyen-Reisende Adapter mitführen. 

Stromerzeugung und Stromproduktion

Die libysche Energieversorgung kontrolliert das staatliche Unternehmen General Electricity Company (GEC), in Zukunft sollen private Investitionen im Energieversorgungssektor erlaubt sein. 

Die deutsche Siemens Power Transmission and Distribution (PTD), eine Tochter des Industriekonzerns Siemens AG, hat von dem staatlichen libyschen Stromversorgungsunternehmen GECOL (General Electric Company of Libya) am 15. Oktober 2004 einen Großauftrag erhalten. Die PTD wird fünf regionale Netzleitstellen liefern. Der Auftragswert wurde mit 180 Millionen Euro beziffert. 

Das südkoreanische Monopolunternehmen KEPCO Korea Electric Power Corporation erklärte im November 2003 das ein Vertrag zur Technologiezusammenarbeit mit der staatlichen libyschen GECOL General Electric Company of Libya unterzeichnet wurde. Der vorerst für 18 Monate abgeschlossene Vertrag sieht die technische Zusammenarbeit und Lieferung von Versorgungsmaterialien ab Februar 2004 vor. KEPCO habe den Zuschlag in einer internationalen Bieterrunde mit 1,71 Millionen US-Dollar erhalten. Ziel der GECOL ist es dabei zusammen mit dem südkoreanischen Unternehmen die Leistungsabfälle im Energienetz zu verringern.

Die Energieversorgung Libyens baut sich überwiegend auf Heizkraftwerke auf Basis des Erdöls oder des Erdgases auf. Insgesamt mit einer Kapazität von 4500 MW (Megawatt).

An Elektrizität wurde in Libyen im Jahr 1999 rund 19,496 Milliarden Kilowattstunden (kWh) produziert, davon wurden 17.577 Milliarden Kilowattstunden (kWh) verbraucht.

1978 erhielt das britische Unternehmen ABB einen Auftrag zum Verlegen einer 245 kV Hochspannungsleitung für ein Testgelände. 1980 kam dann eine Nachfolgeauftrag über 10 km zum Verlegen einer 30 kV Stromversorgungsleitung und 1981 zum Verlegen von 16 km ebenfalls 30 kV. 1983 erhielt ABB nochmals ein Regierungsauftrag über 12 km einer 72 kV Stromversorgungsleitung in Libyen.

1983 erfolgte auch der Ausbau des 230 kV-Netzes der Hauptstadt Tripolis.

Eine Verbindung mit dem tunesischen Versorgungsnetz ist geplant und führte zur Kooperation mit der Société Tunisienne de l'Electricité et du Gaz (STEG). Bis dahin gibt es kein Import oder Export von Elektrizität.

Vier Bauprojekte sind noch nicht abgeschlossen:

Bau von vier Kraftwerke und einer 225 kV-Stromversorgungsleitung zum Anschluss an das tunesische Netz durch die Fa. Alcatel- Cegelec

Bau von drei Gaskraftwerken durch das ägyptische Unternehmen Kahromica:

  • 1.400 MW in Sirte
  • 800 MW in Zuwara 
  • 450 MW in Sebha

Der damalige mit sowjetische Hilfe gebaute Versuchsreaktor in Tajura ist nicht in Betrieb.