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Kyrene - Griechische Spuren in Libyen

Die Stadt Kyrene wurde im Jahre 631 v. Chr. von den Griechen gegründet; sie entwickelte sich zur Verwaltungszentrale eines Handelsreiches.

Bis 440 v. Chr. war sie ein Königreich, nach einem Umsturz wurde sie zur Republik erklärt. In der folgenden Zeit gab es immer wieder bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen, die die Perser anlockten. Im 2. und 1. Jh. v. Chr. ging die Stadt an die Römer über. Der Bürgerkrieg, bekannt als der "Judenaufstand" im 2. Jh. n. Chr. sowie ein schweres Erdbeben im Jahre 365 zerstörten weite Teile der Stadt. Sehenswert ist u.a. das Sanktuarium, die Apolloquelle, das Museum, die Steingräber sowie Tempelanlagen, Villen, Theater, Bäder, die Heilige Quelle.

Die Stadt, die der gesamten Region (Kyrenenika) östlich des Syrtebogens bis in die Marmarica den Namen gegeben hat, ist eine Gründunggriechischer Kolonisten von der Insel Thera, die um das Jahr 630 v. Chr. erfolgt sein soll. Dem Anführer der Siedler, der den lokalen Königstitel Battos als Eigennamen annahm und die Dynastie der Battiaden begründete, folgten sieben weitere Herrscher, die abwechselnd Arkesilos und Battos hießen. Nach dem Sturz Arkesilaos IV. um 440 v. Chr. wurde von den Bürgern die Demokratie ausgerufen, die in ihrer Konsolidierungsphase aber von bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen begleitet war. Wirtschaftlich hatte Kyrene sich nach dem die Unruhen beigelegt waren, erholt: Um 350 v. Chr. stifteten die Cyrenäer ein Schatzhaus in Delphi, dem Ort jenes Orakels, dessen Sprüche so eng mit der Gründungsgeschichte der Stadt verbunden waren. Um 331 v. Chr. die kampflose Unterwerfung Cyrenes unter die Herrschaft Alexanders des Großen. Nach dessen Tod und der anschließenden Aufteilung des Reiches, fiel die Kyrenenika gemeinsam mit Ägypten an Ptolemaios, der das in Alexandria residierende Herrschaftsgeschlecht begründete. 96 v. Chr. wurde Kyrene römisch. In Cyrene lebten eine Vielzahl von Juden. Sie hatten zur Zeitenwende unter Kaiser Augustus unter Repressalien der übrigen Stadtbewohner und der Obrigkeit zu leiden. Das Verhältnis der Juden zu den Römern trübte sich vor allem durch ihren Aufstand der Jahre 71-73. Erneute schwere Judenaufstände brachen unter Kaiser Trajan in Ägypten und der Cyrenaika aus. Ihre mühselige Niederschlagung durch die Römer im Jahr 117 führte zur weitgehenden Zerstörung Kyrenes. Zuvor hatten die Rebellen den Zeustempel zum Einsturz gebracht, indem sie die Säulenschäfte - wie Biber die Baumstämme - anspitzten, dann durch ein Feuer erhitzten und schließlich mit Wasser abschreckten, sodass die steinernen Stützen barsten und das Dach kollabierte. Die Verwüstungen im Gefolge des Aufstandes und seiner blutigen Niederschlagung wurden unter Trajan und Hadrian durch die Ansiedlung römischer Veteranen und Erneuerung vieler Bauten wieder weitgehend behoben. Einen Bedeutungsverlust erlebte Cyrene als die Residenz nach Ptolemais an die Küste verlegt wurde. In der Spätantike wird Kyrene als eine "verwüstete" Stadt beschrieben, zum einen durch die Erdbeben zum anderen auch durch die ständigen Übergriffe der heimischen Stämme. Wie die übrigen Städte der Kyrenenika fiel auch Kyrene im Jahre 643 unter die Herrschaft der Araber, die ausgerechnet diejenige Stadt, mit der Kyrene während der Battiadenherrschaft die meisten Konflikte auszutragen hatte, nämlich Barke, das heutige Al-Merdj, zur neuen Hauptstadt wählten.

Fotos der altgriechischen Stadt Kyrene

Foto Kyrene Foto 3 Kyrene Foto 2 aus Kyrene
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