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Libyens Militär

Informationen zur Personalstärke der libyschen Armee, zum Verteidigungsraum und seinen Staatsgrenzen und zu den Militärausgaben.

Verteidigungsraum

1.759.540 qkm Staatsgebiet mit den strategisch wichtigen Städten wie Tripolis, Benghazi und Sebha, aber auch Erdöl- und Erdgasproduktionsstätten, Regierungseinrichtungen. Libyen beteiligte sich bisher an keine Friedenssicherungsoperation der Vereinten Nationen.

Staatsgrenzen

  • Küste / Mittelmeer: 1.770 km
  • Ägypten: 1.150 km
  • Tschad: 1.055 km

  • Algerien: 982 km

  • Tunesien: 459 km

  • Sudan: 383 km

  • Niger: 354 km

Personalstärke der libyschen Streitkräfte 2002/2003

Veränderung der Personalstärke der Berufssoldaten von 1985 zu 1997: Rückgang zwischen 10 bis 50 %

  • Aktive Soldaten: 76 000 Mann, 

  • Reservisten: 40.000 Mann
  • Paramilitärische Kräfte: Volksmiliz (People's Militia) in einer Stärke von 40.000 Mann. Davon 3.000 zu den Revolutionswächtern (Revolutionary Guards) gehören und weitere 2.500 Soldaten der Islamischen Pan-Afrikanischen Legion.
  • Präsidentengarde: 1 Brigade

  • Wehrtaugliche Männer im Alter von 15-49 Jahren (1998). 866.000

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Fotos oben. Studenten der Militärakademie - Soldatinnen während der Militärparade zum 34. Jahrestag der Revolution, September 2003

Nach Angaben aus Südafrika (Stand: 2003) umfassen die regulären libyschen Streitkräfte 90.000 Mann einschl. Reservisten.

Daneben sollen mehrer paramilitärische Kräfte vorhanden sein in unbekannter Stärke. Haupteinheiten ist das Revolutionary Guards Corps (Revolutionsschutzkorps), die People's Cavalry Force (Volkskavallarieeinheit) und die People's Militia (Volksmiliz).

Militärführung

Generalstabschef der libyschen Streitkräfte und in ähnlicher Funktion eines Verteidigungsministers: Generalmajor Abu Bakr Younis Jaber (Stand: 2001)

Generalinspekteur der libyschen Streitkräfte Generalleutnant Al-Khweildi al-Hamidi (Al-Kwaildy al-Hmaidy). Zugleich Leiter des Zolls "Offices of Passages and Gates". (Stand: 2003).

Chef der Präsidentengarde: Brigadegeneral Kaseem al-Kanqa.

Stabschef der libyschen Streitkräfte: Brigadegeneral Ali Riffi al Sharif

Personalstärke im Vergleich

Vergleich
Vergleich der Militärgroße

Verteidigungsausgaben

Ausgaben zur Verteidigung (2000): 1,1 Milliarden US-Dollar

Militärausgaben pro Kopf (1997): 200-500 US-Dollar

Veränderung der Verteidigungsausgaben von 1997 zu 1998: Rückgang von über 50 %

Quelle: IISS

Militär- und Zivilschutzbunker in Libyen

In Libyen gibt es Dekontaminationseinrichtungen gegen ABC-Waffen.

Von der deutschen Firma Sheltex wurde in Libyen ein militärischen Felsenschutzbunker gebaut. Dieser dient offenbar als Kommunikationseinrichtung (Fernmeldeamt). Entsprechende Bunker wurden vollkommen in Felsen gebaut und gegen die Auswirkungen von Nuklearwaffen geschützt. Massive Betonbunker wurden in großen Kammern, die man in den Fels sprengte, errichtet worden. Ein Hauptbunker ist zwischen zwei senkrecht parallel laufenden Zugangstunnel gelegen, von denen der eine als Haupteingang und Luftablass dient, der andere als kleines Kreuzungszentrum. Kleine Tunnel sind für Kommunikationskabel, Wasserversorgung und Abgasventilation von Stromaggregaten etc. angelegt. Im Vergleich zu konventionellen Bunkern gibt es eine besondere Bauweise für Fernmeldeämter. Der Mantel der Hauptbunker ist aus Stahlbeton und als steife Hülle verarbeitet, diese ruht auf Stoßdämpfer, um die Elektronik gegen Erschütterungen zu schützen. Die Eingangstunnel werden mit 2 Meter starken, auf Eisenbahnschienen laufenden Betontoren verschlossen. Die Tunnel sind zusätzlich mit hydraulisch kontrollierten Stahlbetontüren und schnellschließenden Luftstoßventilen in den Lüftungsöffnungen ausgestattet. Der Bunker verfügen über eine eigene Strom- und Wasserversorgung und ist zusätzlich extrem gegen die Einwirkungen des EMP (nuclear electro magnetic pulse ) geschützt.

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Bilder oben: links - Bau eines Tunnelsystems in Libyen / rechts - Ausbau einer Kaverne zur Ölbevorratung (Libyen ?)