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Bildungswesen in Libyen

Schulen, Universitäten, Ausbildungsstand, Analphabeten.

Foto von Kindern in einer Schule
Foto: Schulkinder

Familienleben und Familienbindungen spielen in Libyen traditionell eine große Rolle. Im Ausbildungs- und Erziehungsbereich hat in der letzten Zeit große Fortschritte gegeben. 

Der Unterricht in der Primarstufe von 6 bis 15 Jahren ist Pflicht. Die Lehren des „Grünen Buches" von Revolutionsführer Muammar el Gaddafi spielen im Lehrplan eine prominente Rolle. Fremdsprachenunterricht war längere Zeit verboten, wird jedoch wieder angeboten. Noch fehlt es aber an einer ausreichenden Anzahl von ausgebildeten Fachkräften. 

Es gibt drei große Universitäten (Tripolis, Benghazi und Sebha), daneben wurden in den letzten 2 Jahren im ganzen Land zahlreiche kleinere Privatuniversitäten gegründet. 

2001 wurde die Ausstattung der Fakultät für moderne Sprachen in Tripolis empfindlich gekürzt, was u.a. zur Schließung der Deutschabteilung führte. 

Februar 2004

Die italienische Provinz von Turin hat ein interkulturelles Projekt von bilateralen Partnerschaften und ein Studentenaustausch im Bildungsbereich aufgestellt.

Unter dem Motto: "Italien, Estland, Libyen - Young People from three dfifferent Worlds meet" nehmen 28 Schulen der Sekundarstufe aus drei Nationen für ein Schuljahr teil. 14 Schulen aus Turin, Italien, 9 aus Tallin, Estland und 5 aus Tripolis, Libyen. Koordinatorin des Projektes ist die Italienerin Luisa Corbetta, die derzeit sich in Libyen aufhält. Corbetta erklärte, dass Ziel dieses Projektes ist es, Wissen der unterschiedlichen Kulturen für die jungen Leuten zu vermitteln und ihnen Gelegenheiten von Kontakten auf einem nationalen und internationalen Niveau zu bieten und ihre Lernfähigkeiten durch eine Forschungsarbeit über ein Gemeinschaftsprojektthema zwischen den Partnerschulen zu verbessern. Gefördert wir das Projekt durch die Provinz Turin. Die Projektteilnehmer sind Sekundärschullehrer und Kursteilnehmer im Alter von 16-17 Jahren. Die fünf libyschen Schulen, die an diesem Projekt teilnehmen, sind: Elyamama, EL Takdom Shuhada Eshat, Alis Siala, Fatat Ettora und Talaie.

Statistische Daten

  • HDI (Human Development Index) Index menschlicher Entwicklung nach UNDP (2000): Platz 64
  • Analphabetenrate (Stand: 2000): Männer 9,0 %, Frauen 32,0 %
  • Nettoeinschulungsrate (Primarstufe/Grundschule) in Prozent der entsprechenden Altersgruppe (1999): Jungen 98 % Mädchen 96 %
  • Libyen ist Mitglied der Federation of the Universities of the Islamic World (FUIW) und der ISESCO (Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization) - eng verbunden Organisationen der OIC Organisation Islamische Konferenz.

Universitäten in Libyen

  • Universität Garyounis in Benghazi
  • Al Fateh Universität in Tripolis (gegründet 1974, Offizielle Website: www.alfateh-univ-engg.org (nur in arabisch)
  • Medizinische Universitär Al-Arab in Benghazi, gegründet 1970
  • Bright Star University of Technology
  • Medizinische Universität Sebah 
  • Universität Al Tahdi (Tahaddi) in Sirte, gegründet 1991
  • Universität  7. April, Tripolis
  • Omar el-Mukhtar Universität in Al Beida (Offizielle Website: www.omulibya.org (nur in arabisch)
  • Nasser Universität in Tripolis
  • Al Jabal Al Ghabri Universität
  • Universität von Darnah
  • Höheres Institut für Zivilluftfahrt in Sabeh
  • Najm Satii Technical University , Brega
  • College of Islamic Daawa , Tripolis
  • Al-Arab Medical University, Benghazi
  • Attahaddi Universität
  • Nationales Post- und Telekommunikationsinstitut in Tripolis

Rückblick ins Jahr 1960

In Libyen gibt es 1960 im Schulwesen 595 Volksschulen, 95 Höhere Schulen und 13 Fachschulen. Rund 5.260 Lehrer gibt es in dem Land, davon 1.020 (= 19,4 %) weibliche. Unterrichtet wurden 140.710 Schüler, davon 27.028 (= 19,2 %) Schülerinnen. Daneben gibt es noch 11 Lehrerbildungsanstalten mit 176 Lehrkräfte und 2.163 Studierenden (davon 375 weibliche) und eine Universität mit 917 Studierenden.

Universität Garyounis
Foto: Universität Garyounis (Qar Yunus) in Benghazi