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Libyen- ein Land mit langer Geschichte

Libyen liegt in Nordafrika und grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Osten an Ägypten, im Südosten an den Sudan, im Süden an Tschad und Niger und im Westen an Algerien und Tunesien.

Der Name Libyen leitet sich von dem altägyptischen Wort Lebu ab, das ursprünglich Berberstämme im Westen, später dann die ganze norafrikansiche Küste bezeichnete. Die Geschichte von Libyen ist lang und bewegt. Erste Aufzeichnungen finden sich von 2000 v. Chr. , als zahlreiche Berberstämme Nordwestafrika besiedelten. Ab etwa 1000 v. Chr. gründeten die Phönizier an der Westküste erste Städte im heutigen Libyen, wie etwa Sabratha, Leptis Magna und Oia (Vorläufer der heutigen Hauptstadt Tripolis). 814 v. Chr. wird Karthago gegründet, das schnell zur führenden Handelsmacht im westlichen Mittelmeerraum wird. Fast zeitgleich kommen Griechen ins Land und gründen etwa 630 v. Chr. einige Städte, z.B. Cyrene an der Ostküste. Dieses Gebiet, das sie Cyrenaica nennen, wird aber schnell von den Ägyptern beherrscht. 146 v. Chr. zerstört Rom Karthago. Die fruchtbare Nordwest-Region des Landes sowie der Osten werden fortan von Rom beherrscht. Erst 395 n. Chr. mit der Teilung des Römischen Reiches wird auch Libyen aufgeteilt. Der Nordwesten verbleibt beim lateinischen Westrom, der Osten wird dem griechisch-byzantinischen Ostrom angegliedert. Um etwa 430 fallen germanische Vandalen in Libyen ein und erobern die römischen Provinzen. Auch wenn es Justizian fast 100 Jahre später gelingt, die Herrschaft der Vandalen zu beenden, kann er doch nur schmale Küstenstreifen halten.

900 Jahre Araberdynastie

Ab 640 dringen muslimische Arabertruppen ein und die Geschichte Libyens wird nun für fast 900 Jahre von wechselnden Araberdynastien bestimmt. Ab dem 11. Jahrhundert findet die christlich-antike Stadtkultur ein Ende und Tripolis wird durch Einbruch arabischer Beduinen islamische Provinzhauptstadt. Doch auch danach findet die Geschichte von Libyen keine Ruhe; erst umkämpft von Spanien, die Libyen an Malta geben, und den türkischen Osmanen, die 1551 das Land beherrschen, übernehmen 1843 die Sanussi, gegründet vom Algerier Mohammed al-Sanussi, die Kontrolle über den Osten und den Karawanenhandel durch die Wüste. Während der beiden Weltkriege war Libyen immer wieder Kriegsschauplatz; zunächst durch die Italiener, dann durch aus Ägypten vorrückende Briten. Auch wenn die Sanussi immer wieder Widerstand leisten, wird Libyen 1934 offizielle italienische Kolonie. 1941-1943 wird die Tobruk von Alliierten und dem Afrikakorps Rommels hart umkämpft, bis Libyen schließlich nach Kriegsende durch Großbritannien und Frankreich als UNO-Mandat verwaltet wird.

1951 - Libyen wird unabhängig

Erst im Jahre 1951 wird das Königreich Libyen unabhängig, muss aber Militärbasen für 20 Jahre an die USA und an Großbritannien abtreten. Während die königliche Regierung fortan pro-amerikanisch regiert, führen Ölfunde zwar zu partiellem Reichtum, aber genau auch zu sozialen Problemen, so dass es 1969 zum Sturz der Königsherrschaft durch Oberst Muammar al-Gaddafi kommt. Dieser übernimmt in den darauf folgenden Jahren die Regierung durch die "direkte Volksherrschaft" mit einer neuen Verfassung. Bis heute kommt es immer wieder zu Unruhen, hauptsächlich durch die USA und UN-Sanktionen, die Libyen immer wieder Unterstützung von terroristischen Aktionen attestieren.